Splus – Partnerschaft im Tandem zwischen Schüler und Mentor

Förderverein Splus e.V.

Splus – Studierende stärken Schülerinnen und Schüler ist das Mentoringprojekt des Förderverein Splus e.V. Es lebt durch die enge Zusammenarbeit mit Harburger Schulen, den Hamburger Hochschulen und dem Harburger Integrationsrat.

Wofür setzt sich Splus ein?

Der Förderverein Splus e.V. setzt sich für die Verringerung der sozialen Unterschiede in Bildungs- und Berufschancen von Kindern und Jugendlichen im Bezirk Harburg ein. Dies wird insbesondere verfolgt durch die Förderung des Mentoringprojekts Splus – Studierende stärken Schülerinnen und Schüler. Angesprochen werden chancenbenachteiligte Schüler*­innen mit und ohne Migrationshintergrund mit einem 1:1 Mentoring.

Zweck von Splus

Der Zweck des Vereins ist die Verringerung der sozialen Unterschiede in Bildungs- und Berufschancen. Der Verein setzt sich für das ehrenamtliche Engagement in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Bildung ein. Diese Zwecke werden insbesondere verwirklicht durch die Förderung des Mentorings für Schüler*­innen vorrangig aus bildungsfernen Familien durch geeignete Studierende nach dem Motto „Studierende stärken Schülerinnen und Schüler“. Dabei agieren die Studierenden als Vorbilder, Wegweiser für gelungene Integration in der Gesellschaft und Brücke zwischen Schule und Familie der Schüler*­innen. Das Projekt soll so interkulturelle Kompetenzen stärken.

Splus möchte im Einzelnen fördern …

  1. Brücken zwischen Schüler*­innen, Mentor*­innen, Schule, Familie und Gesellschaft
  2. Vorbilder und Wegweiser für Schüler*­innen durch Studierende
  3.  Bildung Einzelner als Hilfe für eine gelingende Integration in die Gesellschaft
  4. Stärkung interkultureller Kompetenzen der beteiligten Akteure des Projekts Splus
  5. Planung bzw. Gestaltung aktiver und abwechslungsreicher Lernpläne und Freizeitaktivitäten

Wer ist Splus?

Vorstandsmitglieder

Fernand Kantati
Ahman Kahn
Dr. Fang Yu
Theodoros Bozoudis

Die Projektkoordination

Judith Hahn

Sprachlernkoordinatorinnen an unseren Kooperationsschulen

Susanne Debus-Wiggerthale
Dorothea Hege-Kantati
Larysa Hiesener

Fernand Kantati

Fernand Kantati

Bildung ist in unserer Gesellschaft eine wichtige Determinante für individuelle Lebenschancen, Selbstverwirklichung, beruflichen Erfolg sowie soziale, politische und kulturelle Teilhabe. Bildungsarmut verwehrt einem diese Partizipationschancen. Gering qualifizierte Eltern werden oft im Lebensverlauf benachteiligt (Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, niedriger Lohn). Das ist wiederum der Ausgangspunkt sozialer Benachteiligungen für ihre Kinder. Bildung ist damit eine der zentralen Faktoren der intragenerationalen Kumulation sozialer Ungleichheiten im Lebensverlauf. Zugleich wird mit jeder Veröffentlichung von PISA- oder IGLU-Ergebnissen immer wieder gezeigt, dass der Lernerfolg in Deutschland – ausgeprägter als in vielen anderen Ländern – sehr stark von der sozialen Herkunft abhängt. Dieser Teufelskreis von intra- und intergenerationaler Reproduktion von sozialen Ungleichheiten und Bildungsungleichheiten ist in den letzten Jahrzehnten nicht aufgebrochen worden. Ganz im Gegenteil, die Schere zwischen Bildungsgewinner*­innen und -verlierer*­innen wird in Deutschland immer größer (Quelle). Splus hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Schere im Bezirk Harburg ansatzweise zu reduzieren, indem wir Schüler*­innen aus bildungsfernen Familien, ganz egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, die Chance anbieten, durch ein 1:1 Mentoring und Empowerment von studentischen Vorbildern, Schulabschlüsse, die ihrem Potential entsprechen, zu erreichen.

Mein Name ist Fernand Kantati.  Ich bin seit 2014 Mitglied des Harburger Integrationsrats. Ich freue mich, dort Mitstreiter*­innen gefunden zu haben, die wie ich davon überzeugt sind, dass man durch Engagement und persönliche Überzeugung, eine Gesellschaft nachhaltig positiv verändern kann. Wir sind bunt, unsere Vielfalt ist unsere Stärke, wir lieben Harburg, wir sind Deutschland.

Aman Khan

Ahman Kahn

Bildung ist ein entscheidender Faktor in unserer multikulturellen und farbenfrohen Gesellschaft, um produktiv voran zu kommen. Kinder sind die grundlegenden Bausteine unserer zukünftigen Gesellschaft. Wichtig ist, dass Kinder erfolgreich die Schule beenden, sodass sie in der Lage sind, mit aus der Schule gewonnenem Wissen und ihrer Bildung, ihre berufliche Karriere zu gestalten. Ziel ist, dass sie nach der Schule den Weg in Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen finden. Für viele dieser Kinder ist dieser Weg nicht klar sichtbar. Als hauptberuflicher Ingenieur, ehrenamtliches Mitglied beim Harburger Integrationsrat und vor allem ehrenamtliches Vorstandsmitglied bei Splus sorge ich durch die Vernetzung der (Hoch-)Schulen mit dem Förderverein dafür, dass die Kinder auf diesem Weg und bei ihren Bestrebungen optimal unterstützt werden. Das ist das Ziel meiner Arbeit bei Splus.

Dr. Fang Yu

Dr. Fang Yu

Alle jungen Menschen haben eigentlich das Potential, sich positiv zu entfalten und später als LeistungsträgerInnen zur Bereicherung unserer Gesellschaft beizutragen. Aber viele SchülerInnen haben leider nicht das günstige familiäre Umfeld, um ihr Potential auszuschöpfen. In unserem Land bestimmt so nicht selten die soziale Herkunft den Bildungs- und Berufserfolg. Die Folge ist eine traurige Vergeudung der Ressourcen, sowohl für die Individuen selbst, als auch für unsere Gesellschaft.

Ich bin daher sehr froh, durch mein langjähriges Ehrenamt im Harburger Integrationsrat einige engagierte MitstreiterInnen gefunden zu haben, um gemeinsam diese Situation ein Stück zu verbessern. Wir glauben, dass studentische MentorInnen ein vielversprechender Schlüssel dazu sein können, die als großer Bruder oder große Schwester einen besonderen Zugang zu den SchülerInnen haben.

Mit unserem Förderverein möchten wir den bisherigen Erfolg nun verstetigen, gern gemeinsam mit Ihnen und Euch! Denn es ist ein gutes Gefühl, etwas Sinnvolles leisten zu können, statt nur über die vorhandenen Defizite zu meckern.

Theodoros Bozoudis

Theodoros Bozoudis

„Andere haben Hobbys, wir haben Splus“, so spaßen wir im Verein gern. Neben meinem Beruf engagiere ich mich in meiner Freizeit ehrenamtlich für Chancengerechtigkeit.

Ich bin verheiratet, habe selbst 3 Kinder und lebe seit 30 Jahren in Deutschland. Als Elternteil wollte ich Strukturen in den Schulen meiner Kinder unterstützen und gemeinsam mit anderen Eltern die schulische Aktivitäten mitgestalten.

Dieses Engagement hat sich weiterentwickelt als 2014 der Harburger Intergrationsrat gegründet worden ist, dessen Mitglied ich bin. Dort hatte ich Menschen gefunden, die das gleiche Interesse  und die gleichen Ziele für die Gesellschaft verfolgt haben, wie ich: etwas tun für die benachteiligten Menschen im Bezirk Harburg und ihnen die Chancen ermöglichen, die wir als Mitglieder im Integrationsrat auch bekommen haben oder hätten.

Die Idee, ein Projekt für Schüler*­innen mit Potenzialen auf die Beine zu stellen ist unter uns entstanden. Alle mit einer unterschiedlichen Geschichte, Herkunft, Status, Religion, Alter, Muttersprache. Aber alle mit dem gleichen Ziel: Harburg, unsere neue Heimat durch Bildung aufzuwerten.

Die Entwicklung von Splus

November
2016

Im Rahmen ihres Wirkens beim Harburger Integrationsrat (HIR) beleuchteten die heutigen Vorstandsmitglieder des Förderverein Splus e.V. die Unterstützungs- und Förderbedarfe einer großen Anzahl von Schüler*­innen an der Goethe Schule Harburg (GSH).

Februar
2017

Das Team setzte sich zusammen und erstellte ein Konzept für ein Mentoringangebot zur außerschulischen Förderung dieser Schüler*­innen. Das Projektvorhaben „Splus, Studierende stärken Schülerinnen und Schüler*“ startete seine Reise.

März
2017

Sechs Studierende der TUHH wurden für das Projekt gewonnen. So konnten die ersten drei Schüler*­innen pilotweise in das Mentoringprojekt aufgenommen werden. Bis Ende 2017 sind, dank der finanziellen Unterstützung seitens des HIR, sechs Tandems an der Pilotierung beteiligt.

Febr. 2018 –
März 2019

Durch eine Unternehmensspende, die erfolgreiche Kooperation mit TU Integrativ und die Förderung durch die BürgerStiftung Hamburg kann sich das Projekt in Harburg etablieren. Die Stadtteilschule Ehestorfer Weg wurde als zweite Kooperationsschule an das Projekt angeschlossen. Das Projektteam setzt gründet den Förderverein Splus e.V

Sept. 2019 –
Sept. 2020

Die Projektförderung wurde von der Bezirksversammlung Harburg nochmals gesichert. Die erste hauptamtliche Projektstelle konnte geschaffen werden, um das Projekt weiter auszuweiten sowie die Projektorganisation zu verbessern.

Dezember
2020

Die Förderung durch das Projekt „Landungsbrücken – Patenschaften in Hamburg stärken“ der BürgerStiftung Hamburg, die Förderung der Stiftung Sparkasse Harburg-Buxtehude,  Unternehmensspenden von ERC und Continental und die bezirklichen Fonds bilden die Basis für ein  vielversprechendes Projektjahr 2021.